Regulatory Compliance

Unter REACh ergeben sich in der Wertschöpfungskette auch für die nachgeschalteten Anwender viele Verpflichtungen. Die Spezialisten im Bereich der regulatorischen Compliance der Dr. Knoell Consult GmbH übernehmen gerne die Analyse ihres Portfolios und die sich daraus ergebenden zu klärenden Fragen im Bereich von REACh wie beispielsweise Registrierstatus oder Anwesenheit von Kandidatenstoffen.

Seit dem Inkrafttreten von REACh im Juni 2007 waren und sind die Hersteller von Chemikalien verpflichtet physikalisch-chemische, ökotoxikologische und toxikologische Daten zu erheben, zusammenzufassen und zu bewerten. Daraus wird das Gefährdungspotential eines Stoffes abgeleitet, was sich letztlich auch durch die Umsetzung der Verordnung (EG) 1272/2008 beim Vertrieb der Produkte in Form von Etiketten und Sicherheitsdatenblättern zeigt. Zusätzlich werden nun unter REACh die Verwendungen und die daraus resultierenden potentiellen Risiken erfasst. Innerhalb der Wertschöpfungskette werden aus Stoffen, die unter REACh vorregistriert oder registriert wurden, im weiteren Verlauf der Verarbeitung Mischungen und Erzeugnisse hergestellt.

Aus diesen Punkten ergeben sich in der Wertschöpfungskette auch für die nachgeschalteten Anwender viele Verpflichtungen, die unter REACh erfüllt werden müssen.

Grundsätzlich müssen nachgeschaltete Anwender unterscheiden, ob sie ihre Rohstoffe aus dem europäischen Wirtschaftsraum oder aus dem nicht europäischen Ausland beziehen, da dies die Rolle des Verwenders unter REACh definiert. So muss dieser beispielsweise sicherstellen, dass die von ihm verarbeiteten Rohstoffe unter REACh vorregistriert bzw. registriert wurden, wenn er die Rolle eines Importeurs dieser Rohstoffe wahrnimmt. Diese Aufgaben obliegen ihm nicht, wenn sein Lieferant einen Alleinvertreter bestimmt hat.

Erzeugnisse sind grundsätzlich nicht von REACh betroffen, d.h. es existieren keine Registrierungspflichten (Ausnahmen sind  Stoffe, die beabsichtigt aus einem Erzeugnis freigesetzt werden) für Hersteller und Importeure von Erzeugnissen. Trotzdem müssen auch diese innerhalb der Lieferkette sicherstellen, dass die bei ihnen stattfindende Verwendung von Rohstoffen im Rahmen von REACh kommuniziert wurde, sofern es sich um Gefahrstoffe handelt. Ferner muss sichergestellt sein, dass der Anteil an Kandidatenstoffen unter dem Grenzwert von 0,1 Gewichtsprozenten liegt. In solchen Fällen und wenn die Verwendungen noch nicht im Registrierungsdossier des Kandidatenstoffs abgedeckt sind, muss ab einer vermarkteten Menge von mehr als einer Tonne pro Jahr eine Meldung der Verwendung an die ECHA erfolgen.

Stefanie Schick Managing Director
+41 61 695 86 50 +41 61 695 86 51 E-Mail senden

Das knoell Netzwerk: Globale Experten

Unser umfangreiches und modulares Leistungsportfolio basiert auf dem einzigartigen "Glocal Concept": Weltweites Branchen Know-how mit Erfahrung in den globalen Schlüsselmärkten - und lokale Präsenz vor Ort bei unseren Kunden. Entdecken Sie das knoell Netzwerk: